• Frühe Neuzeit

    Die Wiedergeburt Drulls (1538)

    Im Jahr 1538 erheben sich die Nachfahren der Elite, unterstützt durch einige innerliche Revolten im isfahnischen Machtbereich und eine kleine Koalition von christlichen Eykirer, Dionen und Staranen, die sich nach einem gemeinsamen Erbe sehnen. Durch die erfolgreiche Einnahme von Kronospol wird das Drullische Imperium als unabhängige Macht wieder ins Leben gerufen.

    Die neue Hauptstadt Drulls wird als Symbol für den Wiederaufstieg des Reiches gewählt. Doch das neugeborene Drullische Imperium unterscheidet sich von seinem alten Vorläufer. Es ist kein reines Reich der Drulier mehr, sondern zunehmend von den Eykiren kulturell und politisch beeinflusst, da diese eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau spielten. Eykirische Adlige erlangen bedeutenden Einfluss am Hof, und eykirische Traditionen werden in das kaiserliche Leben integriert. Eykirisch-orthodoxe Kleriker nehmen Schlüsselpositionen in der Kirche ein, und eykirische Architektur prägt das Stadtbild Kronospols.


    Religiöse Vermischung und isfahnischer Einfluss

    Gleichzeitig kann das Drullische Reich dem isfahnischen Einfluss nicht entkommen. Über Jahrhunderte der Koexistenz kommt es zu einem kulturellen und religiösen Austausch. Der Islam, insbesondere in der Form des sunnitischen Islams, beginnt, Einfluss auf Teile der Gesellschaft zu nehmen. Durch Handel, Migration und Diplomatie verwischen sich die religiösen Grenzen. Das Drullische Reich bleibt offiziell ein christlich-orthodoxes Reich, doch in den Metropolen entstehen muslimische Gemeinschaften, und der Klerus beginnt, bestimmte islamische Bräuche zu adaptieren, insbesondere in Bezug auf Recht und Verwaltung.

    Moderne

    Der Aufstieg des Militarismus

    Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Drullische Reich zunehmend militaristischer. Die aristokratische Führungsschicht um den neuen Imperator Val Haris erkennt, dass ihre Position zwischen den großen Mächten des Isfahnischen Reiches im Süden und Osten und den aufstrebenden Mächten im Norden und Westen nur durch eine starke Armee gesichert werden kann. Durch eine Reihe von militärischen Reformen und Bündnissen baut das Reich eine starke Militärmacht auf.

    Im 19. Jahrhundert kommt es zu mehreren kleineren Kriegen zwischen Drull und Isfahn. Beide Reiche sind zunehmend expansionistisch ausgerichtet, was zu ständigen Grenzkonflikten führt, aber auch im fernen Antica. Drull erobert Teile Mittelantikas zurück, die unter isfahnischer Kontrolle standen, und festigt seine Kontrolle über den hanarischen Südkontinent. Trotz der Spannungen kommt es jedoch immer wieder zu Phasen des Friedens, da beide Reiche von ihren internen Problemen abgelenkt sind.

    Der Höhepunkt der Drullischen Macht (1898)

    Im Jahr 1898 erreicht das Drullische Reich den Höhepunkt seiner Macht. Durch geschickte diplomatische Manöver und militärische Erfolge übernimmt es schließlich weite Gebiete des isfahnischen Reichs. Der Sieg ist jedoch nicht vollständig, da viele der isfahnischen Eliten und religiösen Führer in das Drullische Imperium integriert werden. Diese Integration führt zu einer noch stärkeren Durchmischung der Kulturen und Religionen. Drull wird nun nicht nur von christlich-eykirischen Traditionen geprägt, sondern auch von isfahnischen Bräuchen und Gesetzen.

    Das Vermächtnis zweier Imperien

    Die Koexistenz und Konkurrenz zwischen Drull und Isfahan prägt den geopolitischen Raum tiefgreifend. Die Kulturen der beiden Reiche verschmelzen in einigen Bereichen, während sie in anderen scharf getrennt bleiben. Die Hauptstadt wird zu einem Symbol dieser neuen Welt – eine Stadt, in der Kirchen neben Moscheen stehen, drullische, dionische, eykirische Kunst auf isfahnisch inspirierte Architektur trifft. Die Expansion beider Reiche führte in der Vergangenheit zu ständigen Konflikten mit den antikanischen Großmächten, die sich von der wachsenden Macht der beiden Großreiche schon immer bedroht fühlten. Dies entlädt sich in den 1930ern und Drull wird im großen Krieg geschlagen und danach in mehrere Staaten zerschlagen.

    Jüngere Geschichte

    1998 einigt Benyamin Val Haris, Nachfahre des großen Imperators, die Bundesrepublik Garag, Gilgar mit Östlicher Provinz, Onachistan, die Republik Katamar sowie die Volksunion Harnar (zusammen mit Aztheran), und das von Garag abhängige Gebiet Kaya zum Drullischen Imperium. Sie werden als Provinzen in das Drullische Imperium gegliedert und verzichten auf ihre politische Eigenständigkeit. 2000 wird dann erneut Usitien eingegliedert welches bereits von 1790-1924 Teil Drulls war. Auch Vesteran ist für ein knappes Jahr Teil des Imperiums ehe es an Ratelon abgetreten wird. 2001 beginnen in Kaya politische Unruhen, welche eine Wiedervereinigung mit dem südlichen Kaysteran fordern. Diese wirken sich ebenfalls auf Usitien aus. Die zunehmende Unruhe führt zu einem Machtverlust Drulls in den Regionen.

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